Warum Atemübungen das bessere Stressmanagement sind

Stress managen zu wollen ist an sich Blödsinn. Ich persönlich empfinde den Begriff Stressmanagement als „abgenutzt“. Genau so wie „Work-Life-Balance“. Stress wird, neben äußeren Faktoren, vor allem durch unseren Umgang mit bestimmten Situationen von uns selbst erzeugt. Wieso erst Energie aufwenden um dann das „Selbsterzeugte“ mit noch mehr Energie wieder managen wollen? 

Atemübungen sind der perfekte Partner gegen Stress 

Wir alle kommen ursprünglich mit gesunden Atemmustern auf die Welt. Babies atmen naturgemäß durch den Bauch. Im Laufe unseres Lebens verlernen wir leider vermehrt die Bauchatmung und werden zu „Brustatmern“. Die Brustatmung ist evolutionsbedingt eine Vorbereitung auf „Kampf- oder Flucht“. In anderen Worten: Wir verlieren damit unsere Mitte und die Möglichkeit, uns tief zu entspannen. Die Bauchatmung ist die effektivste Atmung, da sie weniger Energie verbraucht als die Brustatmung. Zusätzlich sinkt dabei der Blutdruck und die Verdauung wird gefördert. Wenn Du unbewusst flach, kurz und viel in die Brust atmest, ist Deine Sauerstoffaufnahme viel geringer und Du verstärkst Stressmuster und Deine innere Anspannung.

Wäre es also nicht besser, sich seiner Stressmuster und Stresssituationen bewusst und mit probaten Gegenmitteln direkt aktiv zu werden? Wodurch kein Ballast entsteht, der sich aufstaut? Atemtechniken und die Entwicklung Deiner eigenen Atempraxis sind so ein Gegenmittel. Es bietet Dir die Chance auf Veränderung im Umgang mit Stress. Mindestens genauso wichtig: Mit einer regelmäßigen Atempraxis verbringst Du mehr Zeit in der Stille. Mit Stille schaffst Du Dir Raum für neue Ideen und Inspiration. 

„Wieso sollte man Stress managen wollen? Ich habe immer gedacht, wir würden das managen, was für uns wertvoll ist – unser Geld, unseren Beruf, unsere Familie. Es dauerte eine Weile, bis mir klar wurde, dass die Leute meinen, Stress sei ein unabdingbarer Teil ihres Lebens!“

SADHGURU – Die WEISHEIT EINES yogi

Stressmanagement vs. Atemübungen als aktive Regeneration

Ich benutze den Begriff „aktive Regeneration“ ganz bewusst. Als Ex-Profisportler ist mir das sehr vertraut, da im Leistungssport sehr gezielt auf die Regeneration geachtet wird. Egal ob Leistungssportler oder Sitzathlet: Atemübungen unterstützen beide Gruppen in zweifacher Form. Zum einen erzeugst Du Entspannung und neue Energie. Zum anderen lernst Du, dass in der Stille große Kraft für Selbstreflexion und Entwicklung liegt. Du wirst zum Beobachter Deiner Emotionen und erkennst dann, welche Stressmuster wirken. Diese Mischung leistet hervorragende Arbeit für Dein tägliches Gleichgewicht. So kannst Du täglich präventiv oder akut einen Beitrag zu Deiner Regeneration leisten und Deinen „Stress managen“.

Stichwort aktive Regeneration: Zwei identisch trainierte Athleten unterscheiden sich, theoretisch betrachtet, anhand der Regenerationsgeschwindigkeit. Der Sportler mit der schnelleren Regeneration kann Trainingsreize besser verarbeiten und ist auf längere Sicht sowohl leistungsfähiger als auch weniger anfällig für Verletzungen. Kann man dieses Prinzip auf Sitzathleten übertragen? Und ob, leistungsfähig müssen beide sein. Tauscht man Verletzungen durch den Begriff Krankheit oder Fehlzeiten aus, passt es.

Fazit

Atemtechniken sind professionelle, aktive Regenerationsmaßnahmen. Sie helfen Dir gegen Stress, indem Sie für Entspannung sorgen, Dich mit frischer Energie versorgen und Deine „Inspirationszeit“ in der Stille erhöhen. Du bist im Alltag produktiver und im besten Fall in der Lage Stressmuster zu durchbrechen. So oder so ganz nah dran an Profiroutinen von Profiathleten.

Weiterführende Links
Der indische Yogi Sadhgruru zum Thema Stressmanagement
Die Profis von Exos, der internationalen Athletenschmiede, zum Thema Thema Atemübungen


Veröffentlicht von Marvin Braun

PRO YOURSELF - Fitness, Yoga, Whatever!

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