Warum Atemübungen das bessere Stressmanagement sind

Stress managen zu wollen ist an sich Blödsinn. Ich persönlich empfinde den Begriff Stressmanagement als „abgenutzt“. Genau so wie „Work-Life-Balance“. Der indische Yogi Sachguru schreibt darüber: „Wieso sollte man Stress managen wollen? Ich habe immer gedacht, wir würden das managen, was für uns wertvoll ist – unser Geld, unseren Beruf, unsere Familie. Es dauerte eine Weile, bis mir klar wurde, dass die Leute meinen, Stress sei ein unabdingbarer Teil ihres Lebens!“ (Sadhguru)

Atemübungen sind der perfekte Partner gegen Stress 
Stress wird, neben äußeren Faktoren, vor allem durch unseren Umgang mit bestimmten Situationen von uns selbst erzeugt. Wieso erst Energie aufwenden um dann das „Selbsterzeugte“ mit noch mehr Energie wieder managen wollen? Ein Kraftakt. So wird das Pferd doch von hinten aufgezäumt. 

Wäre es nicht besser, sich seiner Stressmuster und Stresssituationen bewusst zu werden und mit probaten Gegenmitteln direkt aktiv zu werden? Wodurch kein Ballast entsteht, der sich aufstaut?

Dein Atem ist so ein Gegenmittel und bietet Dir gleichzeitig die Chance auf zukünftige Veränderung im Umgang mit Stress. Mit einer regelmäßigen Atempraxis verbringst Du mehr Zeit in der Stille: Hier schaffst Du Dir Raum für neue Ideen und Inspiration. 

Der Atem als aktive Regenerationsmaßnahme 
Ich benutze den Begriff „aktive Regeneration“ ganz bewusst. Als Sportler ist mir das sehr vertraut und wurde jahrelang integriert, da im Leistungssport sehr gezielt auf die Regeneration geachtet wird. Egal ob Leistungssportler oder Sitzathlet: Atemübungen unterstützen beide Gruppen in zweifacher Form. Zum einen erzeugst Du Entspannung und neue Energie. Zum anderen lernst Du, dass in der Stille große Kraft für Selbstreflexion und Entwicklung liegt. Du wirst zum Beobachter Deiner Emotionen und erkennst dann, welche Stressmuster wirken. Diese Mischung leistet hervorragende Arbeit für Dein tägliches Gleichgewicht. So kannst Du täglich präventiv oder akut einen Beitrag zu Deiner Regeneration leisten. 

Ein Beispiel aus dem Sport: Zwei identisch trainierte Athleten unterscheiden sich, theoretisch betrachtet, anhand der Regenerationsgeschwindigkeit. Der Sportler mit der schnelleren Regeneration kann Trainingsreize besser verarbeiten und ist auf längere Sicht sowohl leistungsfähiger als auch weniger anfällig für Verletzungen. Kann man dieses Prinzip auf Sitzathleten übertragen? Und ob, leistungsfähig müssen beide sein. Tauscht man Verletzungen durch den Begriff Krankheit oder Fehlzeiten aus, passt es.

Fazit
Atemtechniken wie zum Beispiel „Ujjayi“, eine Technik bei der die Stimmritzen verengt werden, um den Atem sehr tief und lang zu machen, sind dafür ideal. In Kombination mit Dehnübungen und leichter Bewegung – eine professionelle Regeneration. 

Veröffentlicht von Marvin Braun

Hi, ich bin Marvin. Mit PRO YOURSELF unterstütze ich Sitzathleten in der Schnittstelle Fitness, Yoga, Whatever!

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